Einmal Saarbrücken und zurück
Mit dem Rad rund um das Saarland         

 

Einmal Saarbrücken und zurück - Buchcover

        

   

 

Block-Künzler, Guido: Einmal Saarbrücken und zurück
Mit dem Rad rund um das Saarland
1. Auflage, BoD.

Herstellung und Verlag: Books on Demand GmbH, Norderstedt

© Guido Block-Künzler. Alle Rechte vorbehalten

Umschlagphoto, Bilder und Gestaltung: Guido Block-Künzler
ISBN: 978 384 828 3289 

Voraussichtlicher Erscheinungstermin: 2018



Mit dem Rad rund um das Saarland

Saarland-Radweg


Das Saarland ist eines von drei Bundesländern (neben Rheinland-Pfalz und Bremen – mit dem Berliner Mauerweg hat die Hauptstadt allerdings zumindest einen um das ehemalige West-Berlin, siehe dort), die einen ausgeschilderten Rundkurs angelegt haben. Er führt durch herrliche Landschaften an der äußeren Landesgrenze entlang. Ich bin ihm von Saarbrücken im Uhrzeigersinn gefolgt. Er ist streckenweise anspruchsvoll, da er eher selten Bach- und Flussläufen folgt. Lakonische Feststellung eines Eingeborenen: „Unsere Gegend ist nun mal hügelig.“ (Aufstieg: 3018 m, Abstieg: 3024 m). Dafür wird der Radler mit vielen Panoramablicken belohnt. Gesamtstrecke: 356 Kilometer, durchschnittliche Fahrtdauer: ca. 27 Stunden (Tourismus Zentrale Saarland). https://www.urlaub.saarland/Media/Touren/Saarland-Radweg



Mit dem Rad rund um das Saarland

Meine Reiseroute


Bis auf eine Abkürzung im Nordwesten folgte ich der Streckenführung des hervorragend ausgeschilderten Saarland-Radweges. Stationen: Saarbrücken – Völklingen – Pettite-Rosselle – Überherrn – Berus – Führweiler – Silwingen – Mettlach – Hausbach – Losheim am See – Münchweiler – Weiskirchen – Wadern – Lockweiler – Primstal – Kastel – Nonnweiler – Bostalsee – Gonnesweiler – Türkismühle – Nohfeden – Freisen – Oberkirchen – Marth – Werschweiler – Rötenbach – Höchen – Jägersburg – Homburg (Saar) – Wörschweiler – Einöd – Blieskastel – Bliestal – Sarreguemines - Saarbrücken.



Mit dem Rad rund um das Saarland

Ein Reisebericht mit kommentierten Bildern

 

Saarland-Radweg_OberwürzbacH


In Zweibrücken unterbrach ich meine Radtour rund um Rheinland-Pfalz und betrat in Einöd saarländischen Boden. In Oberwürzbach, auf halber Strecke nach Saarbrücken, lagerte ich in diesem historischen Waschhaus.


Saarland-Radweg_Barockschloss Saarbrücken


Am nächsten Tag erreichte ich Saarbrücken. Das Tourismusbüro im Barockschloss Saarbrücken spendierte mir eine erstaunlich genaue Karte der “schönsten Routen im SaarRadland“.


Saar-Radweg am Saarufer in Saarbrücken


Am Saarufer unweit des Saarländischen Parlaments begann ich meine Tour rund um das Saarland.


Saarland-Radweg_Völklingen


Der Radrundweg um das Saarland entlang der Landesgrenzen folgt bis Völklingen dem Saar-Radweg (im Bild UNESCO Weltkulturerbe Völklinger Hütte“).


Saarland-Radweg nach Petite-Rosselle


Danach ging es hoch nach Petite-Rosselle ins Bergbaugebiet an der Grenze zu Frankreich.


Saarland-Radweg_Rastplatz vor St. Nikolaus


Vor St. Nikolaus beendete ich den ersten Tag auf diesem Rastplatz. Hier lernte ich „Balou“ und seine Familie kennen. Am nächsten Morgen herrschte reges Treiben im Grenzwald: Die Jogger beider Länder sind Frühaufsteher!


Saarland-Radweg_Aussichtsplattform hinter St. Niko


Hinter St. Nikolaus wurde es richtig hügelig. Der Waldweg bog an einem Steilhang nach Lauterbach ab. Eine Aussichtsplattform bot Nervenkitzel und einen grandiosen Panoramablick Richtung Frankreich. Ich hielt mich in respektvoller Distanz zum Abgrund.


Saarland-Radweg_Hochfläche bei Berus


Paralell zur Grenze fuhr ich weiter Richtung Norden nach Berus ("Bellus Ramus“ - schöne Bergnase). Auf einer Hochfläche oberhalb des Ortes steht das Europa-Denkmal. Gewidmet ist es drei großen Europäern: Robert Schuman, Konrad Adenauer und Alcide De Gasperi. Außerdem werden mit dem Denkmal zwei weitere Mitbegründer der Europäischen Gemeinschaften gewürdigt: Joseph Bech und Paul-Henri Spaak.



Der Panoramablick von der Terrasse des Europadenkmals reicht bis Völklingen im Osten, Dillingen im Norden und Lothringen (Frankreich) im Westen. Ich lagerte die Nacht über auf einer der Holzliegen. Die sehen deutlich bequemer aus, als sie sind. Allerdings sind sie auch nicht gebaut, um darauf zu übernachten. Am nächsten Morgen fühlte ich mich beim Aufstehen wie ein Hundertjähriger. Aber die Aussicht ....


Saarland-Radweg entlang der deutsch-französischen

 

Auf meinem weiteren Weg entlang der deutsch-französischen Grenze Richtung Norden begleitete mich Bilderbuchwetter. Das hatte ich mir nach dem elenden Schietwetter an der Weinstraße ehrlich verdient.


Saarland-Radweg_Nied-Tal


Hinunter ins Nied-Tal. Kurze Flußradwegwanderung. Schon hinter Hemmersdorf ging es wieder steil nach oben. „Noch dreihundert Meter!“ rief mir ein Bauer entgegen, als ich mich schon fast oben auf der Hochebene wähnte. Es sollten die längsten meines Lebens werden! „Bis Perl geht’s dann bergab.“ Das war eher die Streckenbeschreibung von jemandem, der überwiegend motorisiert unterwegs ist.


Saarland-Radweg_Silvingen


Ein Blick auf die Karte zeigte mir, dass es hinunter zur Mosel zwar überwiegend bergab ging, danach aber drei Steilanstiege folgten, um aus dem Moseltal wieder rauszukommen. Ohnehin hatte ich noch einige Kilometer Mosel vor mir. So beschloss ich bei Silvingen über Merzig – wo mir Oskar L. mit einer Tüte Brötchen gedankenversunken über den Weg lief (Wie klein doch das Saarland ist!) - abzukürzen. In Losheim am See traf ich erneut auf den Saarland-Radrundweg.


Saarland-Radweg_Münchweiler


Am Abend braute sich über dem Saarland einiges zusammen. Vorsichtshalber stellte ich bei Münchweiler meine Hundehütte auf. Das war nicht die schlechteste meiner Ideen. Am nächsten Morgen weckte mich ein Gewitter, das nicht aufhören wollte.


Saarland-Radweg bei Münchweiler


Ich suchte mir eine Schutzhütte (tatsächlich war es die verfallende Vereinshütte eines Anglervereins) und verbrachte den Tag damit, trocken und warm zu werden. Von 27 Grad stürzte das Thermometer auf 10. Tagsüber! Die Notration Brandy sicherte mein Überleben.


Saarland-Radweg_vor Weiskirchen

 

Vor Weiskirchen hatte ich am nächsten Tag wieder Bilderbuchwetter.

 
Saarland-Radweg_Talsperre Nonnweiler


An der Talsperre Nonnweiler erreichte ich den Naturpark Saar-Hunsrück und damit den höchsten Punkt des Saarland-Radweges (knapp 600 Meter).


Saarland-Radweg_Eisenbahnviadukt Oberkirchen


In Oberkirchen sah ich mir den Radweg lieber von unten an. Die das Ostertal überspannende Talbrücke war ein Eisenbahnviadukt der Bahnstrecke Türkismühle–Kusel, das nach Stilllegung der Bahnlinie in einen Rad- und Wanderweg umgewandelt wurde. Es wurde in den Jahren 1934 bis 1935 errichtet und ist eine der größten Steinbrücken Deutschlands. Sie steht  seit 1996 unter Denkmalschutz.


Saarland-Radweg_Blick vom Höcher Berg


Vor Jägersburg liegt der Höcher Berg. Nach der Quälerei gab es Fernblick. Vor Saarbrücken war das der letzte Steilanstieg, der über Waldwege geführt allerdings eine echte Herausforderung war.


Saarland-Radweg_Bahnradweg im Blies-Tal


Durch das Tal der Blies (hier vor Blickweiler) ging es weiter auf einem Bahnradweg Richtung Süden. Der endete oberhalb von Sarreguemines.

  


Saarland-Radweg_Saar-Seitenkanal


Ich rollte gemütlich ins Saartal, verfuhr mich mehr als einmal, fand im Häusermeer von Saarguemines schließlich die Saar samt Radweg (im Bild Seitenkanal) …


Saarbrücken


und meldete dem Touristikbüro in Saarbrücken nach genau einer Woche Vollzug. Danach fuhr ich zurück nach Zweibrücken, um meine Tour rund um Rheinland-Pfalz zu vollenden (Siehe dort!).




 Web-Links für Radwanderer im Saarland

 

 In Arbeit.

 

 

Bücher für Radwanderer über das Saarland

 

 

ADFC: ADFC-Regionalkarten, Saarland: Alle Radtouren für Wochenende und Tagesausflug.

Bielefeld 2010 (BVA Bielefelder Verlagsanstalt).

Behringer, Wolfgang / Clemens. Gabriele: Geschichte des Saarlandes.

2009 (C.H. Beck).

bikeline: Bikeline Radtourenbuch Saarland-Radweg.

2012 (Esterbauer).

bikeline: Bikeline Saar- und Mosel-Radweg.  

Saarbrücken–Trier- Koblenz.

1998 (Esterbauer).

Braun, Edith / Saint-Exupery,Antoine de: De glään Brins. Saarländisch.

Nidderau 2001 (Naumann).

Burghard, Paul: Kleine Geschichte des Saarlandes.

Karlsruhe 2010 (Braun).

BVA: Saarland-Radweg.

Bielefeld 2004 (BVA Bielefelder Verlagsanstalt).

Gitzinger, Peter: 111 Orte im Saarland die mangesehen haben muß.

Köln 2010 (Emons).

Harig, Ludwig: Das Saarland.

2009 (Ellert & Richter).

Jung-Jacob, Gudrun: Gerichte von dahemm: un dehamm  

schmeckt’s am beschte.

2009 (Geistkirch-Verlag).

Klahm, Günther: Mir hän was erläbt! Geschichten und Anekdoten aus dem Saarland.

2009 (Wartberg).

Klahm, Günther: Aufgewachsen im Saarland der 60er und 70er Jahre.

2008 (Wartberg).

Lencioni, Frank: Praktischer Sprachkurs: Saarländisch.

Reinbek 2010 (Books on Demand).

Scholl-Latour, Peter / Brenner, Traudl / Ziehten,Horst: Farbbild-Reise durch das Saarland.

2010 (ZiethenPanorama-Verlag).

Schönauer, Detlev: Saarland: Von Kohle, Schwenke rund Saarvoir-vivre: Ein Heimatbuch.

2012 (Conbook-Medien).

Schönlaub, Jörg: Das Saarländische Schimpfwörterbuch:  

Alles deiwelische Wörter.

Wolter, Walter: Eisblumen. Saarland-Krimi.

2012 (Bastei Lübbe).

Winter, Heike / Kornmayer, Evert: Saarländische Küchenbibel:  

Über 390 Rezepte aus dem Land im Südwesten.

2010 (Kornmayer).

Zinßmeister, Deana: Sagenhaftes Saarland: Sagen und Mythen aus dem Saarland.

2012 (Conte).